Der Name setzt sich aus den Begriffen „pinnen“ bzw. „Pinnwand“ und „Interesse“ zusammen. Das beschreibt die Funktion ziemlich perfekt: Nutzer können Pinnwände – sogenannte Boards – zu verschiedenen Themen erstellen und sich Bilder merken – sowohl von Websites direkt als auch aus den Bildern, die bereits auf Pinterest vorhanden sind und eine Beschreibung ergänzen. Man kann sich einfach von den Vorschlägen inspirieren lassen, die auf Basis der bisherigen Pins erstellt werden oder konkret nach Themen und Schlagworten suchen.

Wirklich neu ist die visuelle Suchmaschine nicht. Sie wurde 2010 gegründet und hat derzeit 416 Mio. aktive Nutzer weltweit. In Deutschland nutzen rund 10 Mio. Menschen den Dienst und speichern jeden Monat über 4 Mio Inhalte. Alleine im letzten Jahr gab es ein Wachstum um knapp 40%. Es ist ein junges und vor allem weiblich geprägtes System, denn 69% der Mitglieder sind Frauen und 55% zwischen 18 und 34 Jahre alt. Mütter sind dabei eine aktivsten Zielgruppen und machen fast ein Drittel der gesamten Nutzerschaft in Deutschland aus.

Pinterest unterscheidet sich von sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram. Es geht um Inspirationen und das Entdecken von Inhalten. In der Vergangenheit hat sich Pinterest vor allem als Trafficlieferant etabliert – also Besucher auf die eigene Website gebracht. Es bringt im Schnitt acht bis zehn Mal so viele Besucher auf die Website wie Facebook oder Instagram. Das liegt unter anderem an der engen Verbindung zu Webseiten. Jedes Bild, dass gepinnt wird, bleibt mit seinem Ursprungsort fest verbunden.

2 Mrd. Suchanfragen werden jeden Monat auf Pinterest durchgeführt. Allgemeine und breitere Suchanfragen dominieren dabei und bieten somit viele Optionen. Es ist ein Netzwerk, dass Städte und Gemeinden bisher nicht wirklich auf dem Plan haben. Dabei bietet es in einigen Bereichen wirklich tolle Möglichkeiten.

 

Mögliche Einsatzgebiete

  1. Hochzeit
    Viele junge Frauen planen mit Hilfe der Boards ihre Hochzeit. Wenn Sie also besondere Orte und Möglichkeiten haben, Paare zu trauen, ist Pinterest ein wunderbarer Ort, diese vorzustellen und besser auffindbar zu machen.
  2. Urlaub
    Nicht nur Hochzeitsreisen, sondern auch Familienurlaube planen viele junge Frauen und Mütter mit Hilfe von Pinterest. Sie legen sich Sammlungen von Orten, Sehenswürdigkeiten und Unterkünften an, die sie attraktiv und besuchenswert finden. Gerade in Corona-Zeiten, die internationale Reisen erschweren, eine sehr gute Möglichkeit, um mehr Gäste in die Region zu locken.
  3. Wochenend-Aktivitäten
    Sightseeing mit Freunden, eine schöne Wanderung zu zweit oder Abenteuer mit Kindern – auf Pinterest lassen sich wunderbar die unterschiedlichsten Aktivitäten, Touren und Sehenswürdigkeiten der Region vorstellen. Vielleicht kann man sich ja auch mit dem Landkreis, Tourismusverband oder anderen Gemeinden der Region zusammentun und gemeinsam Werbung machen und passende Inhalte zusammen stellen. So muss man die Inhalte nicht alleine erstellen, sondern zieht gemeinsam an einem Strang.
  4. Wohnort
    Welche Orte in Deutschland sind nicht nur liebens- sondern auch lebenswert? Durchaus eine Frage, für die auch hier viel an Infos und Material auf Pinterest gesucht wird. Gerade für junge Familien steht oft mit dem Nachwuchs auch ein Umzug an, da mehr Raum benötigt wird und sich die Bedürfnisse verschieben. Statt abwechslungsreichem Nacht- und Kulturleben, stehen plötzlich Naturnähe und Kindergärten an erster Stelle. Zeigen Sie Ihre Stadt von der besten Seite und stellen Sie heraus, warum es sich lohnt, gerade hier Neubürger zu werden.
  5. Stadtmarketing
    Auch für das Stadtmarketing ist es ein attraktives Netzwerk: Hier kann man gemeinsam mit Einzelhändlern, Hotellerie und Gastronomie auf Leckereien und andere attraktive Angebote aufmerksam machen. Es ist eine wunderbare Chance zu zeigen, wie vielfältig das Angebot vor Ort ist.

Ein paar Praxisbeispiele: