Hashtags sind Schlagwörter, die einen Beitrag in einen Kontext, ein Thema oder eine Kategorie einordnen. In Netzwerken wie Instagram, Twitter und TikTok helfen sie maßgeblich dabei, für neue Follower aus einer gewünschten Zielgruppe auffindbar zu sein.
Auf Instagram kann man unter Beiträgen bis zu 30 Hashtags posten, in Stories 10 und auf Twitter so viele, wie eben in 280 Zeichen passen. Man kann Hashtags entweder direkt im Fließtext setzen oder am Ende des Beitrags gesondert hinzufügen. Im Fließtext verwendet sollte man aber darauf achten, welche Worte man hervorhebt, ohne die Lesbarkeit einzuschränken.
Obwohl bei Beiträgen auf Instagram bis zu 30 möglich sind, sollte man die Menge nicht ausschöpfen. 7-12 wirklich gut ausgewählte und zum Bild passende Hashtags sind deutlich effektiver. Diese Empfehlung kommt von Instagram selbst.
Setzen Sie dabei auf unterschiedlich große Hashtags. Sobald Sie einen Hashtag eingeben, zeigt Instagram Ihnen an, wie oft der jeweilige Hashtag verwendet wurde und welche verwandenten Hashtags es noch gibt – ebenfalls mit Größenangaben.
Wählen Sie maximal einen Hashtag aus, der über 100.000 mal verwendet wurde. Setzen Sie ein bis drei persönliche – sogenannte Branded Hashtags – ein. Für die restlichen Hashtags versuchen Sie regionale und passende lokale auszuwählen.
Beispiel: #schwarzwald hat 1,3 Millionen Beiträge und wäre damit ein sehr großer Hashtag. Hier kommen sehr viele Posts, d.h. man verschwindet schnell in der Masse. #schwarzwaldhochstraße wurde in 16.600 Postings genannt. Hier stehen die Chancen deutlich besser, mit den eigenen Inhalten auch gefunden zu werden. #StBlasien als Ort hat etwas über 1.000 Beiträge und ist damit lokal relevant und persönlich.
Neben den normalen Hashtags gibt es auch einige besondere Kategorien:
Branded Hashtags
Ein Hashtag, der von einer Marke geprägt wurde. Diese Hashtags gab es zuvor noch nicht und sie sind eng mit der Marke und dem Image verbunden. Es kann sich dabei um ein (Lebens-)Gefühl, ein Motto oder Teil einer Kampagne handeln. Sie eignen sich dafür, um eigene Inhalte zu einem bestimmten Thema zu sammeln, Events zu begleiten oder User Generated Content – also Inhalte von Fans und Followern – zu markieren.
Beispiele: Nürtingen hat den Hashtag #NTsoschee entwickelt. Oberstdorf nutzt #heimwehnachoberstdorf. Das Staatsministerium verwendet im Rahmen der Landeskampagne von @BWjetzt #placetoBW und für eine Serie #WhatBWeDontSay.
Tipp: Recherchieren Sie gut auf allen Netzwerken, bevor Sie sich auf einen Hashtag festlegen. Besonders bei Abkürzungen ist es wichtig, dass der Hashtag nicht schon anderweitig besetzt ist, um Verwechslungen oder auch ein falsches Thema zu vermeiden. #NT eignet sich für Nürtingen nicht, da dieser Hashtag bereits durch das Northern Territory von West-Australien belegt ist und knapp eine Million Beiträge dazu vorhanden sind.
Community Hashtags
Unter bestimmten Hashtags finden und sammeln sich Communities, um sich zu einem bestimmten Thema auszutauschen und zu vernetzen. Das kann sich auf bestimmte Aktivitäten, Regionen oder Themen beziehen.
Beispiele: Unter #diy findet man die Do-it-Yourself-Community mit jede Menge tollen Bastel- und Handwerkertipps. Unter #igersstuttgart sammeln Hobby-Fotografen aus Stuttgart ihre schönsten Bilder und können sich miteinander vernetzen. Unter #wirfüreuch präsentieren sich Polizei und Rettungskräfte.
Tipp: Wenn Sie Landschaftsbilder oder Stadtansichten posten, kann es hilfreich sein, die Instagram-Community vor Ort über Hashtags anzusprechen und auf sich aufmerksam zu machen. Schauen Sie sich an, welche Hashtags in der Region gerne verwendet werden.
Weekly Hashtags
Für jeden Wochentag gibt es auf Instagram die verschiedensten Hashtags, an denen man sich beteiligen kann. Sie bieten oft viel Inspiration, um die eigenen Themen sinnvoll zu ergänzen. Einer der absoluten Klassiker ist der #throwbackthursday oder kurz #tbt, zu dem man beliebig alte Rückblicke posten kann – vor einem Jahr oder vor 100 Jahren macht dabei keinen Unterschied.
Daniela Vey
Seit 2004 als leidenschaftliche Informationsdesignerin selbständig. Neben meiner Tätigkeit als Dozentin für verschiedene Hochschulen und Akademien, vermittle ich mit Begeisterung mein Expertenwissen in den Bereichen Social Media, Design und User Experience. Auf der AllSocial-Konferenz trifft man mich als Moderatorin und Speakerin.
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